Was ist Tiefengewebsmassage?

Die Tiefengewebsmassage ist eine Massagetechnik, die auf die tieferen Schichten von Muskulatur und Bindegewebe – insbesondere die Faszien – wirkt.

Eine Behandlung beginnt meist mit sanften, oberflächlichen Streichungen, um den Körper vorzubereiten und das Gewebe zu erwärmen. 

Danach folgt eine langsame, tiefergehende Arbeit mit zunehmender Intensität – stets in Absprache mit der Klientin oder dem Klienten. 

Ziel ist es, Verklebungen und Verspannungen zu lösen, ohne zusätzlichen Stress auf den Körper auszuüben. 

Ergänzend können passive Dehnungen und Streckungen eingesetzt werden, um die Elastizität des Gewebes zu fördern.

Was sind Faszien?

Die Tiefengewebsmassage kann dabei unterstützen, chronische Muskelverspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu fördern. 

Sie dehnt und lockert das Bindegewebe und verbessert die Durchblutung, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe leichter ins Gewebe gelangen.

 

Die langsame Ausführung erlaubt es, gezielt auf Blockaden einzugehen. Langsame Druck- und Zugbewegungen geben den Faszien Zeit zu reagieren und fördern die Körperwahrnehmung.

 

Der tiefere Druck aktiviert das parasympathische Nervensystem, welches für Entspannung und Erholung zuständig ist. So können Stress reduziert und Herzschlag sowie Cortisolspiegel gesenkt werden. Gleichzeitig werden Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und Melatonin gefördert – was zu Ruhe, Wohlbefinden und besserem Schlaf beitragen kann. Auch sensorische Überlastung kann sich durch tiefe Berührung verringern.

Wie wirkt Tiefengewebsmassage?

Faszien sind bindegewebige Strukturen, die vor allem aus Kollagen, Elastin und Wasser bestehen. Das Fasziennetz (auch myofasziale Ketten genannt) bildet ein komplexes Geflecht, das den Körper strukturell und funktionell verbindet.

Es umhüllt Muskeln, Organe und Nerven, gibt der Muskulatur Halt und schützt die inneren Organe. 

Faszien sind reich an Schmerzrezeptoren und entscheidend dafür, wie wir Schmerz empfinden. Zugleich fördern sie den Fluss der Lymphe und sichern die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. 

Veränderungen oder Verklebungen im Fasziengewebe können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.

Faszien gelten als großes Sinnesorgan und stehen in enger Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem – sie senden fortlaufend Signale an unser Gehirn.

Ablauf

Zu Beginn führen wir ein kurzes Gespräch (Anamnese), in dem Anliegen und Bedürfnisse geklärt werden. Anamnese, Umkleide- und Nachruhzeit sind Teil der Behandlungszeit.

 

Wenig Kleidung unterstützt während der Massage den Energiefluss und das ganzheitliche Spüren. Dabei bleibt der Körper stets durch ein Laken bedeckt – nur die gerade behandelten Stellen liegen frei.

 

Handtücher oder Ähnliches müssen nicht mitgebracht werden – alles Notwendige ist vorhanden.

Für die Massagen verwende ich eine Mischung aus biologischer Sheabutter und Mandelöl.

Nach der Massage

Wenn möglich, räumen Sie sich nach der Massage Zeit ein, um nachzuspüren. 

Manchmal entsteht das Bedürfnis, sich zu bewegen; manchmal Müdigkeit und der Wunsch nach Ruhe. 

Der Körper kann sich auch erschöpft anfühlen, da tiefe Spannungen berührt wurden. 

Ein muskelkaterähnliches Gefühl ist möglich.

Kontraindikationen

Eine Tiefengewebsmassage sollte nicht angewendet werden bei:

  • akuten Entzündungen oder Infektionen
  • offenen Wunden
  • Thromboseerkrankungen
  • schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • schwerer Osteoporose oder Knochenbrüchen
  • Bluterkrankheit und Blutgerinnseln
  • Schwangerschaft im 1. Trimester
  • Fieber
  • akutem Bandscheibenvorfall
  • Krebserkrankungen


 

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